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Mit dem Begriff "Bäderarchitektur" werden Bauten bezeichnet, die vom
Anfang des 19. Jahrhundert bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges im Rahmen
des Badelebens an der Küste entstanden sind, also Hotels, Pensionen, Kurhäuser,
Seebrücken und Musikpavillons.
Auf Rügen, Usedom und an der mecklenburgischen Küste haben sich unterschiedliche
Gestaltungsmerkmale der "Bäderarchitektur" herausgebildet. Gemeinsam ist
allen drei Regionen, dass für den Bädertourismus oftmals ganze Ortsteile
neu entstanden, weil die ursprünglichen Dörfer nicht direkt am Meer lagen.
Viele Gebäude sind heute als Kunst- und Baudenkmale anerkannt. Sie zeichnen
sich insbesondere durch die Verzierung mit Loggien, Brüstungen, Veranden,
Erkern, Türmchen oder Säulen aus. Bauherren und Architekten waren überwiegend
Einheimische und oft setzten die Baumeister individuelle Vorstellungen
ihrer Auftraggeber um. Durch diesen freien Umgang mit unterschiedlichen
Gestaltungselementen ergab sich eine Vielfalt, die noch heute den besonderen
Reiz der Gebäude ausmacht. Ein reiches Formenrepertoire stand zur Verfügung.
Bei größeren Häusern waren neben Erkern und Türmen auch Risalite als Seiten-
oder Mittelvorsprünge in Anlehnung an französische oder italienische Renaissanceformen
sehr beliebt. Vereinzelt wurden gotische Details zitiert.
Hier
finden Sie Beispiele der Bäderarchitektur!
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