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Die Ernst-Heinkel-Flugzeugwerke in Rostock 1922 - 1945

Mecklenburg war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein bevorzugter Standort der deutschen Flugzeugindustrie. Von den Firmen Arado, Bachmann, Fokker und Dornier wurden Flugzeuge und Flugzeugteile gebaut. Das bedeutendste Flugzeugwerk war das 1922 von Ernst Heinkel in Warnemünde gegründete Unternehmen. In den 20er und zu Beginn der 30er Jahre war es vor allem ein Entwicklungswerk. Die erfolgreichen Neuentwicklungen garantierten das ständige Wachsen des Unternehmens. Heinkel war immer auf der Suche nach innovativen Mitarbeitern. Es gelang ihm, Spitzenkonstrukteure an sich zu binden. Neben den Brüdern Siegfried und Walter Günter gehörten Karl Schwärzler und Pabst von Ohain dazu. Ein Erfolg der frühen 30er Jahre war die He 70, eines der überhaupt ersten aerodynamisch sehr gut durchgearbeiteten Flugzeuge.

Am 1. Dezember 1932 startete dieses Schnellverkehrsflugzeug in Rostock zu seinem Erstflug und schrieb mit dem damaligen Geschwindigkeitsweltrekord über 500 km/h Flugzeugbaugeschichte. Mit der Rüstungspolitik der Nationalsozialisten wuchsen die Rostocker Heinkelwerke in den 30er Jahren zu einem Großbetrieb. Die Belegschaftszahl stieg 1939 auf über 9.000 Beschäftigte an. In Rostock wurde nun vor allem die He 111 gebaut - der Standardbomber der Deutschen Luftwaffe. Die deutschen Luftfahrtfirmen gehörten zu den ersten, die Zwangsarbeiter einsetzten. In den Betrieben der Ernst-Heinkel-AG arbeiteten 1944 fast 10.000 Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Die Geschichte der Heinkelwerke in der Region Mecklenburg-Vorpommern endete 1945 mit der Demontage der Anlagen durch sowjetische Truppen.





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